Heimweh? Und was ist eigentlich mit dem Kulturschock?

Hallo meine Lieben,

in diesem Blogpost soll es nun um Heimweh und den sogenannten Kulturschock gehen, von dem vielleicht schon viele gehört haben. Natürlich ist Heimweh bei vielen eines der Dinge, die sofort in den Kopf geschossen kommen, wenn man von einem Auslandsjahr redet. Ja, auch ichh habe Heimweh und ich denke, dass es unnormal wäre, wenn nicht.

Durch dieses Jahr habe ich bereits gelernt, besonders meine Familie und Freunde, aber auch alles andere viel merh wertzuschätzen. Ich denke, das kommt daher, dass ich viele Dinge in Deutschland einfach immer hatte, hier aber kaum oder gar nicht. Natürlich vermisst man diese Dinge dann besonders.

Um die Weihnachtszeit herum war mein Heimweh gar nicht all zu schlimm, es waren eher die Wochen davor und danach, obwohl es jetzt gerade wieder besser wird. Dazu kommt, dass ich das Gefühl habe, die Zeit geht total schnell rum und ich bin dieses Jahr schon wieder in Deutschland.

Alles in einem würde ich behaupten, dass es sich bei mir mit dem Heimweh aber in Grenzen hält und damit möchte ich auf keinen Fall sagen, dass ich mein Leben in Deutschland nicht vermisse; es gibt allerdings Austauschshcüler, die es deutlicher schwerer haben, sowohl mit Heimweh, als auch mit dem Kulturschock, womit wir beim nächsten Punkt wären.

Der Kulturschock hat mich gar nicht so hart getroffen, wie ich vorher gedacht hatte. Am Anfang dachte ich, dass es gegen Weihnachten total schlimm werden würde, aber das war es überhaupt nicht. Na klar war es komisch und an manchen Tagen will ich einfach nur nach Deutschland, aber im Großen und Ganzen gibt es definitv Leute, die es viel schlimmer erwischt hat.

Es tut dennoch gut, in bspw. WhatsApp Gruppen mit anderen Schülern darüber zu reden, weil außer jemandem, der soetwas einmal erlebt hat, niemand wirk´lich versteht, was so ein Kulturschock eigentlich ist.
Dennoch habe ich etwas vom Kulturschock gemerkt: Ich hatte, natürlich Heimweh, ich war total antriebslos und hatte keine Lust auf irgendwas. Am liebsten wollte oder will ich mich manchmal nur in mein Bett legen und den ganzen Tag schlafen. Aber all das ist total normal und das versuche ich mir immer wieder in den Kopf zu rufen. Und wie gesagt, es gibt viele Leute, die es viel schlimmer getroffen hat.

Übrigens hat nach den Winterferien das neue Semester angefangen und ich habe jetzt vier neue Klassen: Geometrie, AP (Advanced Placement) Spanisch, American Literature und Gesundheitswesen – bis jetzt total cool. Das neue Semester hatte ja eigentlich letzte Woche Donnerstag angefangen, jedoch haben wir Montag und Dienstag schulfrei, aufgrund von Schnee. Leute in Deutschland denken jetzt wahrscheinlich, ich rede von mehreren Centimetern oder wirklich großen Mengen, aber nein. Wir hatten Freitag viel eher Schluss weil es nachmittags eine Chance auf Schnee(regen) gab und am Montag und Dienstag hatten wir dann frei, weil es immer noch „total verschneit“ war, wie man hier sagen würde. In Wirklichkeit handelte es sich um vielleicht 0,5 cm Schnee, das sollte man vielleicht erwähnen. Es war also echt interessant, so etwas mal mitzuerleben, denn der Governor vom Staat Georgia hat deshalb den Notfallzustand ausgerufen. Natürlich ist das nicht überall in den USA der FAll, sondern mehr im Süden. Allerdings sind es jetzt gerade wieder sonnige 23 Grad und es soll auch die nächsten Wochen so um die 20 Grad (Celsius natürlich) bleiben – ich persönlich finde das perfekt.

In diesem Sinne wünsche ich euch allen ein schönes Wochenende!

Anna