Amerikanisches Essen vs. Deutsches Essen

Hallo ihr Lieben,

hoffentlich habt ihr den ersten Monat diesen Jahres gut überstanden! (unglaublich, es ist schon fast Mitte Februar) In diesem Blogpost soll es, wie ihr vielleicht schon in der Überschrift gesehen habt, um das Essen in den verschiedenen Kulturen gehen. Es gibt ja für beie Nationen und ihr typisches Essen viele Vorurteile, und auf ein paar von denen werde ich auf jeden Fall mal eingehen. Außerdem werde ich mal ein paar Gerichte vorstellen, die ich persönlich zum Beispiel nicht für typisch amerikanisch gehalten hätte, oder die hier einfach viel gegessen werden (außerhalb von Fast Food).

Fangen wir mal mit den Vorurteilen an. Am offensichtlichsten ist denke ich Fast Food. Sobald jemand an die USA denkt, denkt man sofort an Fast Food, McDonals, Burger King und co. Dazu muss ich sagen, nachdem ich jetzt schon fast sieben Monate hier bin, das ist echt wahr, Amerikaner essen mehr Fast Food. Ich denke, das liegt an mehreren Dingen, aber vor allem an der viel größeren Auswahl. In Deutschland haben wir, ich würde sagen, eine ordentliche Auswahl: McDonalds, Burgerking, KFC und dannn noch die kleineren Fast Food-Ketten. Wenn man dann Lust auf Fast Food hat, gibt es zwar etwas zur Auswahl, aber ehrlich gesagt: Niemand wird immer nur bei zwei, drei verschiedenen Restaurants essen. Hier in den USA ist das ganz anders: Es gibt unzählige Fast Food Restaurants; um nur ein paar Beispiele aufzuzählen: McDonals, KFC, Burgerking, Zaxby’s, Arby’s, Wendy’s, Chick-Fil-A, Waffle House, Steak and Shake, und, und, und.. Dazu kommt, dass man, nicht wie in Deutschland, vielleicht einen oder zwei McDonalds-Filialen im näheren Umkreis hat, sondern gleich zehn. Zusätzlich dazu gibt es dann weitere zehn Filialen von allen anderen Ketten im gleichen Umkreis. Man wird also, egal wohin man fährt, die ganze Zeit von Fast Food umgeben.

Außerdem würde ich sagen, fehlt vielen Amerikanern das Bewusstsein für gesundes Essen. Von dem, was ich hier so erfahre, denken manche Leute, dass Chips plötzlich gesund sind, weil sie 20% weniger Fett enthalten, oder dass Cola light so viel besser ist als reguläre Cola. Für mich ist das echt erschreckend, denn im ganzen Schulgebäude sieht man Snackautomaten, die zwar nur fettreduzierte Chips und light-Getränke haben, aber dennoch den Schülern ein Gefühl von gesunder Ernährung vermitteln wollen. So glauben Schüler wirklich, dass sie sich gesund ernähren. Das ist also ein zweites Vorurteil: Amerikaner essen viel ungesünder. Ich möchte damit nicht sagen, dass Deutsche nicht ungesund essen, jedoch wird in Deutschland nicht jedem eingeflößt, dass ein BicMAc doch gesund sei, weil Salat und frische Tomaten drauf sind.

Was für mich auch damit zusammen hängt: „in Amerika sind alle Leute dicker und die Portionen sind größer“. Meine Erfahrungen sagen JEIN. Ja, es stimmt, Adipositas ist hier weit verbreitet und Menschen bewegen sich recht wenig, aber auch viele Deutsche leiden an Fettleibigkeit. Nein, nicht alle Menschen hier sind dicker. Der High School Sport hier ist sehr anspruchsvoll (mindestens 4 mal in der Woche Training plus Spiele/Turniere/Wettkämpfe am Wochenende) und gerade im Jugendlichenalter wird viel auf einen bewegungsreichen Alltag geachtet. Was ich aber sagen muss, ist, dass die Portionen viel größer sind. Da kommt es auch nicht darauf an, wo man hingeht (fancy Restaurant oder der McDonalds um die Ecke): Die Portionen sind größer, kosten aber nicht unbedingt mehr. Grund: die Amerikaner geben (außer es ist FastFood etc.) ca. 20% des Gesamtpreises als Trinkgeld oben drauf. Außerdem gibt es hier bei allen alkoholfreien Getränken Free Refills und Leitungswasser gibt es überall gratis.

Um nochmal auf das Thema Übergewicht zurückzukommen: Meiner Erfahrung nach gibt es hier keine Mitte. Entweder, man ist total übergewichtig und kann sich wirklich gar nicht mehr bewegen, oder man ist total durchtrainiert und dünn. Das kommt aber daher, dass man nach der Schule, wenn man in keinem Team ist, nichts macht. Außerschulische Sportteams gibt es zwar, sind aber total unbeliebt. Ist man also nicht in einem der über 25 Sportteams der Schule, macht man im Normalfall gar nichts nach der Schule.

Nun noch zu typsich amerikanischen Gerichten (oder Gerichten, die hier oft gegessen werden): Wie jeder weiß, Pancakes, Burger und co. sind hier total beliebt. Besonders hier im Süden der USA gibt es dann noch Mac and Chesse, was denke ich auch noch jedem vertraut sein sollte. Was ich persönlich sehr gerne esse, sind Fried Green Potatos – auch typisch „southern“. Außerdem gibt es hier viele Grilled Cheese Sandwiches, Sweet Potato (Fries), Chicken Tenders und Chicken and Dumplings. An Getränken gibt es hier viel Lemonade, Sweet Tea und Arnold Palmer (eine Mischung aus beidem, mein persönlicher Favorit). Natürlich sieht die Speisekarte im Norden und Westen der USA total anders aus, aber da ich nunmal hier in Georgia platziert bin, bin ich mit all dem jetzt vertraut.

Was mir auch ziemlich deutlich aufgefallen ist, ist, dass Amerikaner viel mexikanisches Essen essen: Burritos, Tacos und co. Natürlich schmeckt das ganz anders als man es in Mexiko essen würde, aber meinen Geschmack trifft es.

Was mir ziemlich fehlt aus der deutschen Küche sind Kartoffeln, Vollkornbrot und frische Brötchen vom Bäcker. Außerdem hätte ich mal wieder Lust auf heißen Vanillepudding oder Milka Schokolade. Bis ich das aber im Juni wieder habe, genieße ich noch das amerikanische Essen, was ich glaube ich zum Teil echt vermissen werde. Um ehrlich zu sein, meine Gastfamilie geht zwar oft essen, aber Fast Food gibt es bei uns echt sehr selten, noch nicht mal ein Mal im Monat, was mich auch gar nicht stört.

Ich hoffe, ihr habt so einen ganz guten Überblick bekommen über das Essen in den USA. Wie schon gesagt, bei irgendwelchen Vorschlägen, Fragen, etc, lässt es mich einfach wissen! Ich wünsche euch noch einen schönen Abend,

Anna

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